31 Mai 2021

Kreuz und quer durch den Süden Italiens

Unsere Strecke führte uns bislang an der schönen Westküste Italiens entlang Richtung Süden. Wir wollen aber auch mal eine andere Ecke sehen und müssen das ein bisschen planen.

Campingplätze sind eher an der Küste gelegen und viele öffnen erst ab Juni.

Wegen der unglaublichen Bergwelt und der unzähligen Kurven (!), sind wir an einer schmaleren Stelle an die süd-östliche Küste an der "Sohle" der Stiefels quer gefahren. Als Tagesetappe mit ca. 250 km ist das gut zu schaffen.

Die Campingplatzsuche führte uns nach "Punta Alice" oberhalb Ciro Marina. Am Meer schön gelegen, aber mit einem wahren Friedhof von ca. 100 alten Wohnwagen. Es sieht auf dem Sammelplatz eher furchtbar aus, bei unserem Zelt ist es schön und leer.

Aber außer Meer gibt es nicht wirklich viel. Schöne Landschaft wechselt mit hässlichen Ecken.

Nach einer Nacht im Zelt geht es planmäßig wieder durch ein tolles Gebirge (Sila Nationalpark) zurück an die Westküste.

"Tropea" ist eine tolle Stadt auf dem Berg und am Fuße liegt ein schöner, schattigen Platz mit Zugang zum Strand. Tolle Cafes und schönes Ambiente.

Ein perfekter Platz für den überfälligen Ruhetag.

Besonders toll: 


Abends sind die liparischen Inseln und der Stroboli gut zu sehen!

Herrlich!!!

30 Mai 2021

Einmal zur Sohle

Auf der Karte ist die Sohle des Stiefels gut zu erreichen und so machen wir uns auf den Weg. Die schnelle Querung mit einem Teilstück Autobahn ist durchaus beeindruckend, da man von der hochgelegenen Bahn tolle Blicke über die Landschaft hat. Aber die Zielregion ist noch nicht auf Touristen eingestellt und so finden wir erst nach zwei Stunden Suche einen offenen Campingplatz. Die vermieten hauptsächlich Bungalows und ein paar WoMos sind auch noch da. Wir haben das einzige Zelt. 13,50€ die Nacht. Der Pool sieht gut aus aber sonst gibt's nichts. Abends stellen wir noch das Zelt um. Unter dem Schlafbaum der Krähen tropft es zu sehr. 
Auf dem Campingplatz finden wir den Friedhof der Wohnwagen. Hunderte alter Wohnwagen, die vielleicht als Dauercamper hier waren.

29 Mai 2021

Noch ein paar Bilder von Rom

Die Polizei als freundlicher Helfer: Den Touristen wird der Weg gewiesen. 

Colosseum 






Ein Zimmer in Palinuro

Nach 5 Wochen auf diversen Campingplätzen kam gestern der Wunsch nach einem Bett und einem eigenen Bad auf. Wir hatten zwar hier in Palinuro nach einem Platz geschaut, aber booking.com zeigt das Belvedere B&B und da wir am Hafen gerade 300m entfernt stehen, schauen wir kurz vorbei.
Ein Traum! Das Zimmer ist ganz neu gestaltet, das Bad modern mit großer Dusche und der Balkon mit Blick auf das Meer. 62€.

Abends gehen wir im ruhigen Ort

nett essen, nachts schlafen wir hervorragend und morgens genießen wir ein umfangreiches süßes Frühstück auf der Terrasse.
Entspannt starten wir auf die nächste Etappe bei blauem Himmel und 21 Grad.

28 Mai 2021

Amalfiküste

In Piano de Sorrento finden wir einen geöffneten Campingplatz. Zwar rustikal, aber dafür mit alten Bäumen, die Schatten bieten und Pool, der vom örtlichen Sportclub als Trainingsstätte genutzt wird. 30€ pro Tag. Noch am späten Mittwoch Nachmittag machen wir eine Rundtour um die äußere Halbinsel. Unser Pass liegt bei 480m und die Strecken sind so schmal, daß wir mit den Rollern nicht am Gegenverkehr vorbei kommen. Kurven zum schwindlig fahren und atemberaubende Aussicht.

Als die Dämmerung kommt, nimmt die Rollerdichte zu, es wird gefahren auf Teufel komm raus.
Wir nehmen uns vor, am nächsten Abend nur zu Fuß zu gehen. Am nächsten Tag gehen wir zum Friseur. Er macht einen guten Job und wir zahlen 10€ pro Person.


Danach fahren wir nach Positano und Amalfi. Wir sind froh, daß wir die Strecke so leer erleben dürfen. Die Buchten entlang der Küste sind pittoresk. In den Kurven verkaufen die Händler Obst von der Ape. Die Orte warten auf zahlungskräftige Kundschaft. Beide sind deutlich auf Tourismus ausgerichtet. In Amalfi sollen wir selbst mit den Rollern für das Parken bezahlen.
Wir fahren über den großen Pass zurück und trinken noch einen Kaffee unterwegs.
Am Campingplatz zum ersten Mal seit Monaten schwimmen. Fühlt sich toll an. Abends machen wir Lachs und gehen dann noch etwas im Ort trinken.

26 Mai 2021

Von Rom nach Süden

Wir genießen noch einmal die Dusche im für uns geöffneten Bungalow auf dem geschlossenen Campingplatz in Rom und starten über die Schnellstraße nach Süden zur Küste. Zunächst passieren wir Cinecitta World, ein Vergnügungspark vor den Toren Roms. Dann endlich an der Küste bei Sonne und Wind.

Kleine Mittagspause in einem kleinen Park.
Die folgenden Straßen haben erhebliche Unebenheiten durch Wurzeln darunter. Es geht nur langsam voran. An einer Lagune ein kleines Eis, Kaffee und ein schönes Gespräch mit dem Inhaber und seinem Sohn. Hier wird überall noch an den Anlagen für den Saisonbeginn gebaut.
Weiter geht's nach Terracina. Auf dem Campingplatz, der nicht leicht zu finden ist, wird auch gebaut und mit zwei WoMos aus Deutschland sind wir die einzigen Gäste.
Nach dem Zeltaufbau fahren wir zum Einkaufen und haben dann noch eine weitere wunderbare Begegnung.
Ein Musterbeispiel für Hilfsbereitschaft: Wir wollten nur um Hilfe bei der Federbeinvorspannung bitten. Um 19 Uhr weil Giuliano Moto giulianomoto.it gerade am Weg lag.

Mit vier Kollegen wurde direkt noch Öl aufgefüllt und Luft geprüft. Natürlich hat der Chef das Ganze überwacht und anschließend jede Bezahlung brüsk abgewiesen. Unsere Tour bis nach Sizilien sei grossartig.

25 Mai 2021

Alle Wege führen nach Rom

Diesen Satz kennt wohl jeder.
Wir haben es jetzt live erlebt. Schon in der Toscana war Rom ausgeschildert. 250 km. Dann immer entsprechend weniger km auf den Schildern.
Unsere Strecke führte uns abwechselnd über Schnellstrassen und kleinere Strassen. Die vielen Schlaglöcher sind teilweise eine Qual. Es gelingt uns auch oft einfach nicht, den Löchern auszuweichen. Sie sind schwer zuerkennen und wir wechseln uns daher mit dem Vorfahren ab. Volle Konzentration ist gefragt.

Ach, ja: Rom. Unser Campingplatz "7 Hills" liegt ca. 15 km außerhalb und ist eher ein kleiner Wald und eigentlich noch geschlossen.
Eigentlich. Wir erfahren immer wieder, dass es einfache Lösungen gibt. Die Italiener sind pragmatisch. Natürlich dürfen wir trotzdem auf das riesige und etwas verwunschene Arial. Kurzerhand wird ein Bungalow geöffnet uns so haben wir ein eigenes Badezimmer.
Im Zelt ist das Gezwitscher der Vögel gut zu hören und ist einfach schön.

Der Shuttleservice des (geschlossenen) Platzes funktioniert auch mit einem uralten Auto und so kommen wir bestens zum Zug in die Stadt und auch wieder zurück. 
Ein Anruf genügte.
Für 7 EUR gibt es ein Tagesticket für den öffentlichen Nahverkehr nach und in Rom.
Wir haben uns die Stadt meist "erlaufen" und waren von der Vielzahl der monumentalen Bauten und Resten alter Ausgrabungen überrascht. Ebenso überrascht waren wir, dass die Stadt eher ruhig und leer erschien. Es waren nicht viele Touristen dort.Uns hat es gut gefallen.
Abends waren wir müde, aber es war ein toller Ausflug!




23 Mai 2021

Auf dem Weg nach Rom

Kermit bleibt beim Bauern und wir fahren auf Achse mit den Rollern Richtung Süden.

Auf dem Weg nach Rom. Die Ausschilderung begann schon mitten in der Toscana "Rom 250 km). Dann führte die Strecke ewig durch schöne, aber menschenleere Landschaften mit Blick auf tolle Gebäude auf Hügeln und Zypressen. Mittagspause in Bolsena. Der Pizzabäcker freute sich so über unseren Besuch, dass es zum Nachtisch noch Pizzabrot mit Nutella gab. Als Geschenk! Mille Grazie! :-)

Weiter geht's!


22 Mai 2021

Bilder Toscana

Unser toller Stellplatz beim Bio- Bauern (Wein & Oliven) & Ausflüge nach San Gimiano, Siena & Florenz.






1000km bis Messina

Ab morgen beginnt unsere eigentlich geplante Reise. Wir lassen den Greyhound mit dem Kermit für drei Wochen hier im Agriturismo stehen und starten mit den Rollern und Zelt nach Sizilien. Zwei Wochen für die Anreise und eine Woche auf der Insel. Zurück geht es mit der Fähre von Palermo nach Livorno. Dann ist es nur noch ein Katzensprung zum Gespann.

Toskana

Die kleine Toskana Runde über San Gimignano, Siena
und Florenz.
Die Straßen sind, wenn gewünscht klein und eng und holprig. Die genannten Städte haben alte Gebäude und Einfahrtsverbote. Die Landschaft ist wunderbar und die Cafés gemütlich und gastfreundlich. Bin froh, das kennenzulernen.

20 Mai 2021

Cinque Terre

Gestern war ein ereignisreicher Tag. Da Kirstens Roller am Vormittag in der Werkstatt war, haben wir Wäsche gewaschen und eingekauft.
Gegen 10.40 Uhr kam die SMS, dass der Roller fertig sei. Schon seit einiger Zeit zeigte das Lenkkopflager eine deutliche Rastung in Mittelstellung, was bei den engen Kurven nicht einfach zu fahren ist, aber bei 8000km Laufleistung doch sehr ungewöhnlich. Im Ort gibt es Unmengen an Rollern und dadurch auch einen sehr versierten Händler und Monteur. Immerhin fahren wir ein Modell, welches in Italien in unterschiedlichen Hubraumklassen in einer Stückzahl von 26000 pro Jahr verkauft wird. Der Monteur meinte auch, das könne man einstellen, ein neues Lager sei nicht nötig. Kirsten hat ihn abgeholt und 35€ bezahlt. Die gleiche Situation will ich mir beim Händler in Deutschland gar nicht vorstellen.
Danach sind wir über die Autobahn bis an die Cinque Terre gefahren und konnten dann auf den Kurven in den ersten Ort, aber auch zurück die neue Fahrqualität genießen. 
Es war alles bestens auf den engen, kurvigen und steilen Straßen.
Zurück sind wir dann über die Landstraße. An der Küste sind die Tunnel nur einspurig wechselweise zu befahren. Die Taktungen waren zehn bzw. 20 min. Da haben wir in einem Ort dann die Gelateria aufgesucht und das Eis genossen. 

18 Mai 2021

Portofino - das Hochgefühl

Gestern sind wir nach Italien eingereist. An der Grenze hat sich niemand für uns interessiert. Dahinter mussten wir uns zunächst an den italienischen Verkehr gewöhnen. Die Po-Ebene zog sich aber das Thermometer stieg bis auf 30 Grad. Das erste Eis war auch lecker.

Dann kam kurz vor Genua die kurvenreichste Autobahn und sie war sehr aufregend.
In Rapallo haben wir einen leeren Campingplatz mit schönen Parzellen gefunden. Nach einem kleinen Imbiss haben wir uns mit den Rollern auf den Weg nach Portofino gemacht.
Wir waren überwältigt von der Schönheit der kleinen Stadt und dankbar, sie ohne Touristenschwärme erleben zu dürfen.

Den Abschluss machte ein leckeres Essen in einem kleinen, aber bei nur 6 Tischen gut besetztem Restaurant.
Und der Rückweg im Dunkeln zwischen den anderen Rollern auf der Küstenstraße war auch interessant.

Engen und Pfrimmtal

Wir fahren am Montag früh aus Bellinzona los und nehmen für den Rückweg die Route über den San Bernardino. Das Wetter ist klasse und die Str...