03 Juni 2021

Der Ätna und Don Mariano

Gestern haben wir uns kurzfristig entschlossen, doch eine Tour zum Ätna zu buchen. Hier ist nämlich aufgrund der Aktivität des Ätnas viel an Lava Asche auf den Straßen und da der Ätna in Wolken war war uns das zuviel Risiko um allein mit dem Roller nach oben zu fahren. Der Chef vom Campingplatz kümmert sich morgens sofort. Leider ist die übliche Tour ausgebucht, aber der Betreiber würde in 5 Minuten zurückrufen. Wir hatten Glück, er schickt uns seinen Vater, der uns mit einem alten Land Rover Defender auf die Tour mitnimmt. Er heißt Mario, und nennt sich aber Don Mariano. Er hat schöne Modelle des Ätna an denen er uns zunächst einmal zeigt, welche Route wir nehmen. Es sei nicht die übliche hin und zurück Route, sondern er würde ein klein wenig drumrum fahren und uns noch einiges andere zeigen. Er ist 68 Jahre alt, fit wie ein Turnschuh und sehr redegewandt. Allerdings spricht er Italienisch und Französisch, er übt Englisch aber Deutsch spricht er nicht. Der erste Halt ist an einem Drehort von dem Film Der Pate. Danach bekommen wir zwei Anstecker cicili is not Italy.
Weiter geht es durch seinen Wohnort der 40 Kirchen und 40 Metzger aber nur einen Priester hat. An einem Straßenstand hält er und bekommt  200g einer kleinen Leckerei durchs Fenster gereicht. Er bezahlt nichts und unterhält sich mit den beiden alten Männern an dem Stand. Danach fahren wir durch wunderschöne Wälder immer weiter bergauf. Plötzlich zeigt er nach rechts und sagt das sei sein Wochenendhaus. Er habe ein Zweites noch woanders auf der Insel. Danach fahren wir noch ein Stück weiter und plötzlich biegt er rechts in den Wald ein. Wir sind an einer Grotte die durch die vulkanische Tätigkeit entstanden ist.

Wir durchklettern sie vollständig. Es ist anspruchsvoll. Weiter geht es die Strecke rauf, die sehr kurvig ist und an dem Nationalfeiertag des 2. Juni gut befahren wird von Motorradfahrern. Wir halten weiter oben an einem Parkplatz, der einige 4 x 4 Busse enthält. Von dort gehen wir schnell in Schritte in ein Lavafeld hinein immer wieder zeigt uns Mario kleine Pflanzen die auf der Lava ohne Wasser wachsen nur vom Tau. Wir fangen an weiter hochzuklettern.
Leider zieht sich das Wetter zu es wird nebelig und als wir einige Krater umrundet haben.
Können wir kaum noch 40 Meter weiter schauen. Wir fahren in dichtem Nebel wieder herunter. An einem weiteren Parkplatz hält Mario an und bereitet eine kleine Brotzeit mit selbstgemachten Brot vielen Früchten aus seinem Garten und selbst gekelterte Wein. Die Rückfahrt zum Campingplatz erweist sich aufgrund des dichten Nebels als sehr abenteuerlich.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Dein Kommentar ist erst nach Freigabe durch mich öffentlich sichtbar.

Engen und Pfrimmtal

Wir fahren am Montag früh aus Bellinzona los und nehmen für den Rückweg die Route über den San Bernardino. Das Wetter ist klasse und die Str...